"Test" von Niklaus endet mit DM-Titel
01. Februar 2009

Die drei Erstplatzierten der Meisterschaften beim Start zum 1000-m-Lauf: André Niklaus, Norman Müller und Nils Büker (Foto/Copyright: Iris).
Was als Test gedacht war, endete mit dem deutschen Meistertitel: Mit international guten 5960 Punkten gewann André Niklaus bei den deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Hamburg den Titel im Siebenkampf. Als Zweiter unterstrich auch Norman Müller mit der persönlichen Bestleistung von 5884 Punkten seine gute Verfassung im WM-Jahr. Überraschend Dritter wurde der Wattenscheider Nils Büker (5563), während Lokalmatador Matthias Prey den Wettkampf wegen einer Muskelverhärtung nach dem ersten Tag hatte abbrechen müssen.
"Respekt, dass André den Wettkampf hier voll durchgezogen hat. Er hat sich auch für die Zuschauer genau so reingehängt wie die anderen Jungs. Schade ist allerdings, dass Norman Müller nach einem starken Einspringen im Stabhochsprung nicht das gezeigt hat, was er hier drauf hat. Dann wären 6000 Punkte nicht unrealistisch gewesen", meinte ein sichtlich zufriedener Claus Marek, Teammanager Zehnkampf im DLV.
Das Duell zwischen Ex-Hallen-Weltmeister Niklaus, der eigentlich erst in einer Woche im estischen Tallin "Ernst machen" will, und Müller bewegte sich bereits am ersten Tag auf einem guten Niveau. Erst im abschließenden Wettbewerb des ersten Tages, dem Hochsprung, zog Niklaus dank guter 2,03 Meter an seinem "Teilzeit-Trainingspartner" vorbei, nachdem Müller unter anderem mit guten 7,46 Meter im Weitsprung und 15,14 Meter mit der Kugel hoch gepunktet hatte. "Mit dem ersten Tag können wir sehr zufrieden sein. 5,00 Meter im Stabhochsprung waren dann natürlich nicht unbedingt das, was wir erhofft hatten", meinte Niklaus-Coach Reiner Pottel. Im abschließenden 1000-m-Lauf kontrollierte sein Schützling in 2:48,36 Minuten das Geschehen dann so, dass Norman Müller trotz der besseren Zeit (2:42,58) nicht mehr an ihm vorbeiziehen konnte. Allerdings musste der am Ende auch seiner 400-m-Durchgangszeit von 58 Sekunden kräftig Tribut zollen. "Wenn man sich über 4,80 Meter einspringt und am Ende nur 4,60 Meter zu Buche stehen hat, kann man natürlich nicht zufrieden sein. Es hätte auch insgesamt ein Tick besser sein können", meinte Müller selbstkritsich.
In der A-Jugend heißt der neue deutsche Hallenmeister unterdessen Florian Katzschmann. Nach einem spannenden Duell mit Kai Kazmirek fiel die Entscheidung im Stabhochsprung. Während der deutsche B-Jugendmeister Katzschmann 4,70 Meter meisterte, blieb sein Kontrahent von der LG Rhein-Wied bei 4,00 Meter "hängen". Am Ende verbuchte Florian Katzschmann 5524 Punkte und damit 181 Zähler mehr als Kazmirek.
Moritz Cleve mit 5606 Punkten
Einen Tag vor den Deutschen Meisterschaften hat der in den USA studierende Moritz Cleve (TV Wattenscheid) auf seiner "heimischen" Anlage in Manhattan/Kansas eine neue Bestleistung im Siebenkampf aufgestellt, in dem besonders sein Weitsprungergebnis mit 7,21 Meter hervorzuheben ist. Seine Einzelleistungen:
7.24 s - 7,21 m - 13.49 m - 1.94 m - 8.24 s - 4.35 m - 2:41.72 min














