retro-shirt
Shop
Partner des Zehnkampf-TEAMs
Partner des Zehnkampf-TEAMs
Social Bookmarks

Zehnkampf-TEAM

Mitglied werden im Zehnkampf-TEAM

Junior Knobel holt sich Männertitel

30. August 2009

"Ärgerte" die älteren Zehnkämpfer und wurde als Junior Deutscher Männermeister im Zehnkampf: Jan Felix Knobel (Foto: Kenny Beele)
"Ärgerte" die älteren Zehnkämpfer und wurde als Junior Deutscher Männermeister im Zehnkampf: Jan Felix Knobel (Foto: Kenny Beele)

Diese Chance ließ sich Jan-Felix Knobel nicht entgehen - der letztjährige U20-Weltmeister sicherte sich nach dem verletzungsbedingten Verzicht von Stefan Drews und dem vorzeitigen Aus von Jacob Minah bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Lage den Zehnkampf-Titel bei den Männern.

"Nach den 4,70 Meter im Stabhochsprung war der Weg für ihn frei. Er hat hier noch einmal bewiesen, dass in den kommenden Jahren durchaus mit ihm zu rechnen ist, obwohl ich mir den abschließenden 1500-m-Lauf etwas anders vorgestellt hatte", sagte Claus Marek, Teammanager Zehnkampf im Deutschen Leichtathletik-Verband. Knobel siegte am Ende mit 7738 Punkten vor dem Wattenscheider Nicolai Peselmann (7493), der auch dank starker 7,46 Meter im Weitsprung nach der 7. Disziplin die Führung übernommen hatte. Auf Platz drei landete Steffen Fricke (7457).

Bereits im Vorfeld hatte Stefan Drews passen müssen. Der EM-Siebte von 2006 erlitt im Abschlusstraining einen kleinen Unfall, als er sich beim Stabhochspringen – übrigens mit jenem Stab, den Moritz Cleve bei der WM in Berlin verwendet hatte – den großen Zeh anbrach. Der mehrmalige Hallenmeister Jacob Minah, Führender nach dem ersten Tag, gab nach drei ungültigen Versuchen im Diskuswerfen unterdessen frühzeitig auf. Jan Felix Knobel zeigte kaum Schwächen, begann mit 11,30 Sekunden und 7,11 Meter, zeigte im Hochsprung mit 1,94 Meter gewohnte Konstanz und durfte nach 15,25 Sekunden über 110 Meter Hürden, 43,31 Meter mit dem Diskus und 4,70 Meter mit dem Stab langsam den Sekt für den Meistertitel kalt stellen. Überragend waren seine 69,62 Meter im Speerwerfen. Bei den Junioren musste Matthias Prey dagegen lange kämpfen, bis sein Sieg mit 7392 Punkten feststand.

"Total gestresst" wegen der Rolle als Zuschauer bei der WM in Berlin war der B-Jugendliche Steffen Klink nicht unbedingt mit großen Ambitionen hinsichtlich der Punktzahl an den Start gegangen. Am Ende stand allerdings eine Verbesserung seines "Hausrekordes" um 126 Zähler auf 7534 Punkte und die Erkenntnis, dass offenbar das Zuschauen bei den Großen Motivationsschub genug sein kann. "Damit habe ich wirklich nicht gerechnet", meinte der Dritte der U18-WM, der mit 11,26 Sekunden über 100 Meter und 7,07 Meter im Weitsprung sofort gut aus den Startblöcken gekommen war.