Deutschlands Top-Zehnkämpfer streiten um DM-Titel
23. Januar 2008

Pascal Behrenbruch stellte seine Hallenform u.a. schon mit 8,04 Sekunden über 60 Meter Hürden unter Beweis (Foto: IRIS).
Einen "bärenstarken Eindruck" macht laut TEAM-Manager Claus Marek dabei der EM-Fünfte Pascal Behrenbruch. Der Frankfurter freute sich gleich über drei neue Bestleistungen (60 m Hürden: 8,05 Sekunden, 16,12 m mit der Kugel sowie 7,11 m im Weitsprung), geht aber laut Marek "ohne konkrete Ambitionen" an den Start. Der DM-Start wird allerdings der einzige Auftritt des letztjährigen Vize-Europameisters bei den U23-Junioren unter dem Hallendach sein. Um den Titel mitkämpfen wird auf jeden Fall Jacob Minah. Der Studenten-Weltmeister des letzten Jahres war zu Beginn der Saison beim Test-Lehrgang in Berlin noch erkrankt, hat aber zwischenzeitlich schon einige gute Einzelergebnisse erzielt. Marek: "Er ist sehr selbstbewusst. Gemeinsam mit Coach Rolf Geese gehen sie den Deutschen-Meister-Titel an, fliegen 14 Tage später nach Tallinn, um sich der internationalen Konkurrenz zu stellen und wollen sich dabei für die WM in Valencia qualifizieren."
Auch der frühere Junioren-Weltmeister Dennis Leyckes und der EM-Siebte Stefan Drews "testen" in Kalbach und wollen einen Mehrkampf absolvieren, der nach ihren Verletzungsproblemen in den letzten zwölf Monaten ihre DLV-Top-Team-Kader-Zugehörigkeit rechtfertigt. Zudem soll ihnen der kurze Mehrkampf-Tripp "wieder Selbstbewusstsein für die anstehende Olympiasaison geben" (Marek). Stefan Drews arbeitet wie bisher mit Axel Berndt in Leverkusen, während Dennis Leyckes nach seinem Ortswechsel und neuem Coach Konrad (Conny) Ackermann laut Marek "ein tolles persönlich neues Projekt in Angriff genommen hat."
Kein Indoor-Mehrkampf steht beim letztjährigen Ratingen-Sieger Arthur Abele auf dem Programm. "Er hat mit seinem Coach Wolfgang Beck erheblich in die Verbesserung der Athletik und Koordination investiert. Einige bemerkenswerte Resultate zeigen, dass beide auf einem guten Weg sind. 7,98 s über die Hürden und 4,60 m aus zwölf Anlaufsschritten mit dem Stab zeigen sein bisherige gute Vorbereitung", so Claus Marek. Während der Hallenverzicht bei Arthur Abele beschlossene Sache ist, juckte es Norman Müller nach der Rückkehr aus Südafrika ähnlich wie André Niklaus plötzlich in den Füßen. Marek: "Norman hatte eigentlich keine Mehrkampf-Hallen-Saison geplant, aber nun greift er in Kalbach doch ins Geschehen ein."
Den Etablierten das Leben schwer machen möchte der U20-Europameister Matthias Prey. "Matthias hat gemeinsam mit seinem neuen Coach Joachim Witt viel für die Sprungarbeit, die Koordination und die Anbahnung der Techniken investiert. Beide arbeiten ja erst seit wenigen Monaten zusammen. Erste Früchte konnten so schon bei dem gelungenen Saisoneinstieg im Weitsprung mit über 7,51 m geerntet werden", so Marek. Nicht vergessen darf man auch die beiden Saarländer Lars Albert und Simon Hechler, die weitere Kandidaten für vordere Plätze sind - immerhin holten sie im letzten Jahr in Vaterstetten die Freilufttitel der Männer und der A-Jugend ins Saarland.














