Romain Barras gewinnt spannenden EM-Fight
29. Juli 2010

Nach Christian Plaziat 1990 und Alan Blondel 1994 stellt Frankreich zum dritten Mal den Europameister im Zehnkampf: Romain Barras ist der verdiente Nachfolger des Weltrekordhalters Roman Sebrle. Der WM-Zwölfte des letzten Jahres bestritt dabei seinen EM-Zehnkampf ähnlich wie er seine Wettkampfsaison 2010 aufbaute - sich langsam steigernd: Nach einem guten Auftakt in den ersten drei Disziplinen (11,09 Sekunden - 7,24 Meter - 15,15 Meter) setze er mit neuer Bestleistung im Hochsprung (2,04 Meter) ein erstes Ausrufezeichen, um Tag eins mit für ihn guten 48,33 Sekunden im 400-Meter-Sprint - auf Sichtdistanz zu den Medaillen - abzuschließen. Am zweiten Tag zeigte der 29-Jährige seine technischen Qualitäten und absolvierte die Disziplinen sechs bis neun im Bestleitungsbereich: 14,22 Sekunden über die Hürden, 44,51 Meter mit dem Diskus, 5,05 Meter im Stabhochsprung und 65,77 Meter mit dem Speer bedeuteten zum ersten Mal die Führung im Zehnkampf, die der bekannt gute 1500-Meter-Läufer im abschließenden Wettbewerb (4:28,43 Minuten) nicht mehr abgab.
Es war aber spannend, denn sicher konnte sich Romain Barras vor dem 1500-Meter-Lauf nicht sein. Mit einem Rückstand von nur fünf Punkten lag überraschend der starke Niederländer Eelco Sintnicolaas, der mit 5,45 Metern den Stabhochsprung der Zehnkämpfer dominierte, hinter dem Franzosen. Nach einem packenden 1500-Meter-Finale freute sich der junge Niederländer aber nicht nur über seine neue Bestleistung von 8436 Punkten, sondern vor allem über die erste Zehnkampf-Silbermedaille eines Niederländers bei einer internationalen Meisterschaft. Platz drei ging an den Weißrussen Andrei Krawtschenko mit 8370 Punkten vor dem Eesten Mikk Pahapill (8298). Insgesamt konnten sieben Zehnkämpfer die Grenze von 8000 Punkte übertreffen.














