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Abele und Müller lösen WM-Ticket

17. Juni 2007

Die Würfel sind gefallen: Mit einer fantastischen Leistungssteigerung auf 8269 Punkte triumphierte der Ulmer Arthur Abele bei der entscheidenden WM-Qualifikation der deutschen Zehnkämpfer in Ratingen vor dem Hallenser Norman Müller, der seine Bestleistung von 8255 Zählern lediglich um elf Zähler verpasste. Das WM-Ticket für Osaka verpasste dagegen der EM-Fünfte Pascal Behrenbruch, der mit für ihn indiskutablen 7740 Zählern Fünfter wurde und dessen Götzis-Ergebnis von 8199 Punkten am Ende zu wenig war. Unangetastet blieb an den beiden Tagen von Ratingen die Saisonbestleistung von Hallen-Weltmeister Andre Niklaus (8340). Der wegen leichter Adduktorenprobleme zum Zuschauen verurteilte Berliner ist damit der dritte WM-Starter im Bunde – sollte er den geforderten Leistungsnachweis/Gesundheitsnachweis erbringen.

 

Pascal Behrenbruch rückt in dem Fall nach, sollte Andre Niklaus nicht zur WM fahren können und hat zusätzlich die Option U23-EM im ungarischen Debrecen, wo auch Michael Schrader (Uerdingen/Dormagen) nach 7663 Punkten (Platz sechs) an den Start gehen wird. Trotz Führung bis zur siebten Disziplin verpasste der Göttinger Jacob Minah nach einem starken Wettkampf auf Platz drei mit 7998 Punkten hauchdünn den ersten Achttausender seiner Karriere.

„Ein traumhaftes Ergebnis bei traumhaften Bedingungen. Der deutsche Zehnkampf hat sich hier wieder einmal hervorragend präsentiert. Wir können uns nun in Ruhe und vor allen Dingen mit viel Optimismus auf die bevorstehenden Höhepunkte vorbereiten“, meinte TEAM-Manager Claus Marek.

Arthur Abele, der seine Bestleistung aus dem Vorjahr um 257 Punkte überbot, und Norman Müller hatten bereits am ersten Tag einen gleichmäßig guten Wettkampf hingelegt und konnten sich bereits vorentscheidend von Pascal Behrenbruch absetzen. Vor allen Dingen im 400-m-Lauf nahmen Müller mit persönlicher Bestzeit von 47,30 Sekunden und Abele (48,51) Pascal Behrenbruch (51,78) viele Punkte ab. Allerdings fand der Schützling von Coach Jürgen Sammert gleich zum Auftakt des zweiten Tages mit 14,18 Sekunden über 110 m Hürden und dem weitesten Diskuswurf von 49,91 m noch einmal in den Wettkampf zurück. Die Vorentscheidung fiel dann im Stabhochsprung, als sich Pascal Behrenbruch mit 4,40 m begnügen musste, während Abele 4,60 und Norman Müller sogar wie schon in Götzis 5,00 m meisterte. Als Behrenbruch im Speerwerfen ein möglicher Konter misslang, war der Kampf um die WM-Tickets entschieden. Abele distanzierte im abschließenden 1500-m-Lauf in Meeting-Rekordzeit von 4:18,00 Minuten noch einmal die Konkurrenz um Längen und durfte sich über eine Siegprämie in Höhe von 5000 Euro freuen.

„Bis auf den Hänger im Stabhochsprung, als es bei den 4,30 m verdammt knapp wurde, war das ein genialer Wettkampf. Die 13,93 zum Auftakt des zweiten Tages waren natürlich ein Traumstart“, meinte Arthur Abele, der nach dem ersten Tag in Götzis wegen einer Blutvergiftung noch aufgeben musste. Ähnlich sah Norman Müller seinen Wettkampf: „Im Hochsprung hätten es einige Zentimeter mehr sein können. Aber ich habe mich auf einem hohen Niveau stabilisieren können und das war mein Ziel.“

Im Jugendklassement dominierte nicht unerwartet Matthias Prey mit einer Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung um 167 Punkte auf 7752 Zählern vor Rico Freimuth (7424). Beide erfüllten damit die Norm für die U20-EM im niederländischen Hengelo, die auch der drittplatzierte Simon Hechler (7274) übertraf.

 

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