Jacob Minah gewinnt die 24. Universiade!
13. August 2007

Das deutsche Zehnkampf-Team hat einen weiteren Weltmeister in seinen Reihen. Bei den Studenten-Weltmeisterschaften in Bangkok triumphierte der Göttinger Jacob Minah mit der persönlichen Bestleistung von 8099 Punkten und feierte dabei den ersten Achttausender seiner Karriere. "Ich hatte mir für diese Saison die 8000 vorgenommen und bin natürlich überglücklich, dass es ausgerechnet hier geklappt hat. Natürlich hing alles am seidenen Faden, aber nach den 7,87 im wusste ich, dass ich auch mental stark genug bin, um das Ding hier zu gewinnen", meinte Minah, der sich den "Luxus" geleistet hatte, zwei ungültige Versuche im Weitsprung zu produzieren.
Damit setzte der Diplom-Betriebswirt den Höhenflug der deutschen Zehnkämpfer in dieser Saison fort, nachdem Matthias Prey bei der U20-EM in Hengelo Gold, Rico Freimuth Bronze sowie Pascal Behrenbruch bei der U 23-EM in Debrecen Silber gewonnen hatten. "Wieder ein Achttausender. Was wir mittlerweile an Athleten aufweisen, die über 8000 Zähler machen können", ist einmalig. Jedes Jahr kommt quasi ein neuer Athlet dazu. Das zeigt die tolle Arbeit, die im Einzelnen und im Team geleistet wird. Für die WM in Osaka hoffe ich nun, dass unsere drei WM-Starter unter die ersten Zehn kommen und es einer vielleicht unter die besten Fünf schafft. Das wäre ein Riesending", sagte TEAM-Präsident Paul Meier.
Jacob Minah konnte in Bangkok einen Start-Ziel-Sieg einfahren, wie er im Zehnkampf nur selten zu sehen ist. Mit 10,75 Sekunden übernahm er nach der ersten Disziplin die Führung und gab sie bist zum Zieleinlauf des 1500-Meter-Lauf nicht mehr ab! Nach persönlicher Bestleistung zur Halbzeit (s. gestrigen Artikel) konnte er auch am zweiten Tag des Zehnkampfes überzeugen (14,38 Sekunden, 42,38 Meter im Diskuswerfen, 4,80 Meter im Stabhochsprung, 52,66 Meter im Speerwurf, 4:41,11 Minuten im abschließenden 1500-Meter-Lauf) und den Belgier Hans van Alphen (8047 Punkte) und den Brasilianer Carlos Bezerra (7920 Punkte) auf Distanz halten, auch wenn der Belgier mit guter 1500-Meter-Leistung (4:21,05 Minuten) dem Göttinger nochmals alles abverlangte.














