Die WM fest im Blick
19. Oktober 2008

Der Teammanager Zehnkampf im DLV, Claus Marek, begrüßt die Teilnehmer des Saison-Einstiegslehrgang in Hannover (Fotos: Kenny Beele).
Der dreitägige Lehrgang in Anwesenheit von etwa 35 Aktiven aus allen unterschiedlichen Kadern (vom D-/C-Kader bis zum Top-Kader) sowie Heimtrainern, Mitgliedern der medizinischen Abteilung und des Vorstands des Zehnkampf-TEAM bildete den Einstieg in die WM-Saison. "Wir haben in einem Workshop mit den Trainern und vielen Einzelgesprächen mit den Athleten- und Trainergespannen ein enges Netz gestrickt und werden unter anderem alle vier Wochen ein 'Update' mit Hilfe des 'Athleten-Status' installieren, bei dem es beispielsweise darum geht, den momentane Leistungsstand, die körperliche Verfassung oder andere etwaig auftretende Probleme mit den Aktiven, deren Trainern sowie den Medizinern und Physiotherapeuten zu besprechen", so Marek. Beim Workshop teilgenommen hat auch der neue Cheftrainer Field des DLV, Herbert Czingon, der die Zehnkämpfer am Freitag in seiner neuen leitenden Funktion besuchte. In einer kurzen Begrüßungsrede lobte er u.a. die Besonderheit eines solchen Lehrgangs mit allen Kaderathleten/Trainern zum Saisoneinstieg und den Zusammenhalt im Zehnkampf-TEAM.
Athletiktraining als Einstieg in die Lehrgangs-Saison
Die besten deutschen Zehnkämpfer bereiteten sich aber nicht nur in den Planungsgesprächen auf die bevorstehende Saisonhöhepunkte vor. Am Samstag wurden die Mehrkampf-Asse unter Anleitung von Oliver Muelbredt, u.a. Athletiktrainer des Triathlon Olympiasiegers Jan Frodeno und des deutschen Ex-Mehrkampfmeisters Lars Albert, nach kurzer Wettkampfpause sowohl konditionell als auch koordinativ mit einer umfangreichen Übungspalette "geweckt". Erstmals richtig ernst wird es für einen Teil der Top-Zehnkämpfer vom 25. Oktober bis zum 8. November im portugiesischen Monte Gordo beim ersten "Basis-Trainingslager", an dem der Olympia-Achte André Niklaus, der Olympia-Zehnte Michael Schrader sowie der deutsche Zehnkampf-Meister Norman Müller und Pascal Behrenbruch teilnehmen. Unter Anleitung von Spezialisten wie Wurf-Erfolgstrainer Gerd Böttcher, Coach von Atlanta-Olympiasiegerin lke Wyludda, Stabhochsprung-Experte Thomas Weise oder Hürden-Spezialist Idriss Gonschinska werden die Zehnkämpfer in einzelnen Folgen Ende November/Anfang Dezember disziplinspezifisch fit gemacht.
Aufgrund der WM im eigenen Land wird der Großteil der deutschen Zehnkampf-Elite danach eine laut Marek "weiche Hallensaison" absolvieren. "Das heißt mit anderen Worten, dass einige Athleten beispielsweise bei den Hallenmeisterschaften ihren Trainingszustand testen werden oder in Tallin beim Siebenkampf an den Start gehen. Ansonsten gibt es sicherlich keine klassische Doppelperiodisierung mit einer gezielten Vorbereitung auf einen Saisonhöhepunkt wie zum Beispiel die Hallen-EM", erklärte Marek. Laut Marek hat bislang als Einziger aus dem Kreis der Top-Leute der frühere Hallen-Weltmeister André Niklaus die Titelkämpfe in Turin ins Auge gefasst.














