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Prey: "Auf Dauer international dabei sein!"

01. Februar 2009

Matthias Prey mit vollem Einsatz beim Medizinballtraining (Foto: Kenny Beele).
Matthias Prey mit vollem Einsatz beim Medizinballtraining (Foto: Kenny Beele).
Noch steht ein kleines mentales Problem im Weg, doch auf Dauer will Matthias Prey auch diese Hürde meistern. In einem Kurz-Interview blickte der Junioren-Europameister von 2007 trotz der Aufgabe bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Hamburg optimistisch in die Zukunft.

Frage: "Dank deiner guten Vorleistungen wurdest du im Vorfeld als heißer Anwärter auf einen Podiumsplatz bei der Hallen-DM gehandelt. Doch dann das Aus nach dem ersten Tag. Wie tief sitzt die Enttäuschung?"

Matthias Prey: "Es war bereits der vierte Mehrkampf, den ich abgebrochen habe bzw. den ich abbrechen musste. Das ist sicherlich auch ein mentales Problem, das ich auf Dauer abstellen muss. Das ist die eine Welt, die mich von den besten deutschen Zehnkämpfern trennt. Die zweite Welt, die mich trennt, ist das Leistungspotenzial. Der große Leistungssprung in der jüngsten Vergangenheit hat gefehlt. Zudem ist nicht alles so gelaufen, wie ich mir das erhofft habe. Aber mittlerweile bin ich auf einem sehr guten Weg."


Frage: "Und als Junioren-Europameister hat man doch sicherlich große Ziele vor Augen?"

Prey: "Natürlich peile ich kurzfristig den ersten 8000er meiner Karriere an. Aber dieses Jahr auf eine WM-Teilnahme zu spekulieren, wäre vermessen. Meine Zielrichtung lautete Olympia 2012. Dafür werde ich eine Menge investieren. Ich möchte auf Dauer international dabei und konkurrenzfähig sein. Was am Ende dabei herauskommt, hängt von vielen Faktoren ab. Es wird ganz wichtig sein, mit der richtigen Einstellung in die Wettkämpfe zu gehen. In diesem Zusammenhang nenne ich immer wieder gerne Michael Schrader als mein Vorbild. Er ist mental unheimlich stark und geht deshalb cool und locker an die Sache heran."


Frage: "Wie sieht die Parallel-Planung zum Sport aus?"

Prey: "In der Schule läuft es momentan gut, auch in meinen LKs Englisch und Bautechnik. Ich möchte zunächst einmal in ein paar Wochen ein sauberes Abitur hinlegen. Meine Zukunft sehe ich dann im Wirtschafts-Ingenieurwesen. Ich habe gemerkt, dass dort eindeutig meine Interessen liegen."