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Sebrle zum ersten Mal Weltmeister

01. September 2007

Trotz verhaltenem Beginn in den beiden ersten Disziplinen, konnte Roman Sebrle sich den WM-Titel sichern (Foto: IAAF).
Trotz verhaltenem Beginn in den beiden ersten Disziplinen, konnte Roman Sebrle sich den WM-Titel sichern (Foto: IAAF).
Roman Sebrle heißt der neue Weltmeister im Zehnkampf! Mit 8676 Punkte bezwang der Tscheche knapp den Shootingstar Maurice Smith (8644 Punkten) und sicherte sich den letzten ihm noch fehlenden großen Titel. Dritter wurde der Kasache Dimitriy Karpov (8586 Punkte), der sich einen spannenden Kampf mit dem jungen Rusen Aleksey Drozdow  (Platz 4 mit Bestleistung von 8475 Punkten) lieferte.

 

Auch wenn der Führende des ersten Tages, der Jamaikaner Maurice Smith am zweiten Tag nahtlos an die Leistung des ersten Tages anknüpfte (13,91 Sekunden über die Hürden, 52,36 Meter im Diskuswerfen und neuer Bestleistung im Stabhochsprung), konnte er den Weltrekordler Roman Sebrle nicht bezwingen. Dieser konterte ihn mit neuer Bestleistung im Speerwerfen (71,18 Meter) aus und übernahm erstmals die Führung, die er im 1500-Meter-Lauf nicht mehr abgab! Damit hat der Weltrekordler Roman Sebrle nicht nur alle großen internationalen Titel errungen, sondern zeigt zum wiederholten Male, dass er ein großes Kämpferherz hat und man ihn nie unterschätzen darf!

 

Eng ging es auch auf den Plätzen hinter den ersten vier Rängen zu, wo sich auch die jungen Deutschen nach den Ergebnissen des ersten Tages platzieren wollten. Den besten Eindruck machte direkt Arthur Abele, der Bestleistungen im Hürdenlauf (13,92 Sekunden), Diskuswerfen (41,28 Meter) und Stabhochsprung (4,70 Meter) aufstellte. André Niklaus machte zwar im Hürdensprint noch nicht den "frischesten" Eindruck (14,51 Sekunden), machte aber dann seine Ankündigung wahr, am zweiten Tag anzugreifen: Nach 44,48 Meter im Diskuswerfen zeigte er mit 5,30 Meter im Stabhochsprung seine Klasse und lag erstmals – wie auch Arthur Abele – auf Bestleistungskurs.

 

Pech dagegen hatte Norman Müller, der auf Kurs 8300 Punkte liegend, mit einem "Salto Nullo" über seine Anfangshöhe im Stabhochsprung, seine Hoffnung auf diese neue Bestleistung aufgeben musste. Den Zehnkampf aufgeben kam für ihn aber nicht in Frage: "Ich möchte mich bei allen, die sich in Deutschland die Nächte um die Ohren geschlagen haben, entschuldigen, werde aber jetzt weitermachen: Im Speerwerfen möchte ich ,einen' raushauen und dann für die beiden anderen Jungs über 1500 Meter vielleicht die Pace machen. Mal sehen was da noch geht." Den Stabhochsprung noch nicht ganz verdaut, warf er 58,93 Meter mit dem Speer. Besser machten es seine beiden Kollegen: Arthur Abele mit 65,24 Meter und André Niklaus mit neuer Bestleistung von 63,28 Meter blieben weiterhin auf Kurs, den beide auch im 1500-Meter-Lauf nicht mehr verließen.

 

Auch wenn Norman Müller seinen beiden Kameraden im 1500-Meter-Lauf nicht mehr helfen konnte, da er im ersten Lauf war, präsentierte er sich den Zuschauern nochmals mit guten 4:30,38 Minuten. Im zweiten Lauf machten Robert Jacob Arnold und Romain Barras das Tempo, bevor Arthur Abele seinen Entspurt ansetzte und den Lauf in 4:21,69 Minuten gewann. André Niklaus zeigte ebenfalls Spurtqualitäten und kam nach 4:32,50 Minuten ins Ziel. In der Summation aller Ergebnisse landete er damit auf Platz 5 mit neuer persönlicher Bestleistung von 8371 Punkten. Arthur Abele wurde mit 8243 Punkten (knapp unter Bestleistung) hervorragender Neunter. Zwischen den beiden Deutschen schoben sich Aleksey Sysoyev (8357), Romain Barras (8262) und der erst 18-jährige Kubaner Yordani Garcia (8257).

 

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