Pascal Behrenbruch nicht für EM nominiert
20. Juli 2010
Zum ersten Mal seit der EM-Premiere 1934 in Turin finden die
kontinentalen Titelkämpfe voraussichtlich ohne einen deutschen
Zehnkämpfer statt. Gestern hat der DLV auf einer Pressekonferenz sein
EM-Team benannt und dabei auf Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch verzichtet.
Der Frankfurter hatte zwar in Götzis die Norm erfüllt, nach einem
Anriss der Plantarsehne aber einen Leistungstest am Wochenende bei der
DM in Braunschweig nicht bestanden.
Auf der Pressekonferenz in Kienbaum hat der DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen gestern deutlich gemacht, dass das medizinische Risiko im Hinblick auf seine weitere Karriere zu groß wäre und so seine Nichtnominierung erklärt: "Das ist uns sehr schwer gefallen. Wir haben ihn auf Grundlage eines ärztlichen Befundes, der die sehr große Gefahr einer Reruptur der Plantarsehne bei einem Zehnkampfstart diagnostiziert, nicht nominieren wollen. Wir sehen uns hier in einer besonderen Verantwortung und Fürsorgepflicht zu dem Athleten. Bedingt durch zwei vom dem Athleten eingebrachte weitere medizinische Gutachten, die ihm eine uneingeschränkte Wettkampftauglichkeit einräumen, haben wir keinen Handlungsspielraum, für eine Nicht-Nominierung auf der Grundlage des aktuellen Gesundheitszustandes gesehen. Somit haben wir in Umsetzung des BA-L-Beschlusses vom 28.6.2010 eine Formüberprüfung bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig gefordert. Diese hat Pascal nicht bestanden hat." Der WM-Sechste dagegen sieht das anders und prüft gerade seine juristischen Möglichkeiten, einen EM-Start einzufordern: "Ich spreche gerade mit meiner Anwältin. Ich werde gegen den DLV klagen, ich hab' ja die EM-Norm in Götzis erfüllt. Also werde ich kämpfen", sagte Behrenbruch der "Frankfurter Neue Presse".














