Matthias Prey gewinnt Gold, Rico Freimuth Bronze!
20. Juli 2007

Der neue U20-Europameister im Zehnkampf: Matthias Prey (Foto: IRIS)
Traumergebnisse für die deutschen Nachwuchs-Zehnkämpfer und das TEAM bei den U20-Europameisterschaften in Hengelo/NED: Dreimal Bestleistung bedeuten Gold für Matthias Prey (7908 Punkte), Bronze für Rico Freimuth (7524 Punkte) und Platz Fünf für Simon Hechler (7504 Punkte). Silber ging an den Slowenen Rok Derzanic (7560 Punkte).
Der zweite Tag begann so, wie es sich der C-Kadertrainer Lothar Schmitt am Abend des ersten Tages gewünscht hat: Matthias Prey sprintete über die 10 Hürden eine neue Bestleistung (14,06 Sekunden) und war fortan nicht mehr zu stoppen. Nach sehr guten 47,45 Metern im Diskuswerfen peilte er eine neue Zehnkampf-Bestleistung an („Ich bin auf dem Weg zu einer neuen Bestleistung. Wenn ich jetzt normal Stabhoch springe, sollte es klappen!“) und ließ sich auch nicht von einer fast zweistündigen Gewitter-Unterbrechung beim Stabhochsprung beeindrucken. Mit Einstellung seiner Bestleistung (4,40 Meter) steigerte er seine Leistung von Ratingen um 20 Zentimeter und führte zu diesem Zeitpunkt souverän mit über 250 Punkten den Wettkampf vor dem Slowenen Rok Derzanic an. Diesen Vorsprung vergrößerte er durch gute 57,33 Metern im Speerwerfen auf über 400 Punkte – jetzt allerdings vor Rico Freimuth liegend (s.u.). Als bei 4:50,04 Minuten die Uhren stehen blieben, jubelte er zusammen mit seinem Trainer Andreas Bernecker über Gold und die neue Bestleistung von 7908 Punkten.
Nach neun Disziplinen lagen die TEAM-Athleten auf Platz 1, 2 und 3
Auch die beiden anderen deutschen Zehnkämpfer hatten mit dem Gewinn der Bronzemedaille und Platz Fünf allen Grund zum Jubeln! Einmal auf Bestleistungskurs verließen sie diesen nicht mehr und lieferten sich mit dem Franzosen Mateo Sossah und Rok Derzanic einen harten Kampf um die Medaillen: 14,47 Sekunden über die Hürden (nur 0,15 Sekunden langsamer als in Ratingen), 45,65 Meter im Diskuswerfen (Bestleistung), 4,40 Meter im Stabhochsprung (Bestleistung), 50,76 Meter im Speerwerfen bedeuteten 6881 Punkte nach neun Disziplinen und Platz Zwei für Rico Freimuth. Simon Hechler war zu diesem Zeitpunkt Dritter (14,57 – 36,57 – 4,40 – 56,55) mit 6839 Punkten. Allerdings hatten beide auf den als sehr guten 1500-Meter-Läufer bekannten Franzosen „nur“ einen Vorsprung von 150 und 100 Punkten. Der Slowene lag mit 6822 Punkten in Reichweite zu einer Medaille auf dem vierten Rang. Aber die jungen Deutschen kämpften bis zum sprichwörtlichen Umfallen und konnten den 4:23,78 Minuten des Franzosen und den 4:30,99 Minuten des Slowenen neue Bestzeiten mit 4:45,92 Minuten (Rico Freimuth) und 4:42,42 Minuten (Simon Hechler) entgegensetzen. Hinter Rok Derzanic (7560) konnte sich Rico Freimuth mit Bestleistung (7524) Bronze sichern. Simon Hechler belegte hinter Mateo Sossah (7516) in der Endabrechnung einen hervorragenden fünften Platz (Bestleistung: 7504).
„Deutsche Disziplin“ bei den U20-Europameisterschaften
Matthias Prey und Rico Freimuth befinden sich in guter deutscher Gesellschaft mit ihren Zehnkampf-Medaillen bei der U20-EM. Nach Eckart Müller (1975), Siegfried Wentz (1979), Thomas Fahner (1985), Patrick Eseimokumoh (1987) und Michael Kohnle (1989) ist Matthias Prey der sechste Deutsche, der den Titel des U20-Europameisters erringen konnte. Aber auch die Namen der anderen deutschen Medaillengewinner wie z.B. Jürgen Hingsen (Bronze 1977), Thorsten Voss (Silber 1981) und Christian Schenk (Silber 1983) belegen, dass dieser Wettbewerb ein gutes Sprungbrett für die Männerklasse ist. – Insgesamt gewannen deutschen Zehnkämpfer seit der ersten Austragung einer U20-EM (1970) 23-mal Edelmetall bei 19 Meisterschaften!
Alle Ergebnisse aus Hengelo














