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Abele, Niklaus und Schrader lösen Olympia-Tickets

22. Juni 2008

Mit geballter Kraft zur neuen Bestleistung: Arthur Abele (Foto: Kenny Beele)
Mit geballter Kraft zur neuen Bestleistung: Arthur Abele (Foto: Kenny Beele)

Die Würfel sind gefallen: Bei der entscheidenden Olympia-Qualifikation der deutschen Zehnkämpfer in Ratingen sicherte sich Arthur Abele als bester Deutscher hinter dem siegreichen Kubaner Leonel Suarez (8451) als Zweiter mit der neuen Bestleistung von 8372 Zählern ebenso die Fahrkarte zu den Spielen in Peking wie Ex-Hallenweltmeister Andre Niklaus als Dritter mit 8273 und der deutsche Juniorenmeister Michael Schrader, der sich als Vierter auf den neuen „Hausrekord“ von 8248 Punkte steigerte. Damit übertraf der Uerdinger um sechs Punkte den Frankfurter Pascal Behrenbruch, der in Götzis 8242 Punkte gesammelt hatte. Behrenbruch hatte am ersten Tag nach dem Hochsprung wegen einer Fußverletzung aufgeben müssen.


Nach einem durchaus zufriedenstellenden ersten Tag fiel Norman Müller als Nummer drei der letztjährigen deutschen Bestenliste am zweiten Tag etwas ab und kam am Ende als Sechster auf 8032 Punkte. Studenten-Weltmeister Jacob Minah zeigte wie gewohnt einen guten ersten Tag, hatte am Ende trotz neuer Bestleistung im Speerwerfen (55,16 m) bei 7971 Punkten als Siebter mit der Vergabe der Olympia-Fahrkarten nichts mehr zu tun.

„Das, was vorher zu erwarten war, ist eingetroffen. Es war der erwartet heiße Kampf um die Tickets. Nachdem alle Top-Leute gut aus den Startblöcken gekommen waren, hat man hier und da gemerkt, dass es hier nicht um die goldene Ananas ging, sondern um Olympia. Da spielen die Nerven eine große Rolle. Am Ende hat sich die Konstanz von Arthur durchgesetzt, der einmal mehr bewiesen hat, zu welchen Leistungen er unter Druck in der Lage ist“, sagte Claus Marek, Teammanager Zehnkampf im Deutschen Leichtathletik-Verband.

Abele zeigte einen Wettkampf ohne Schwächen und krönte seine Bestleistung mit starken 4:15,35 Minuten im abschließenden 1500-m-Lauf. „Ein total geiles Gefühl, dabei zu sein. Ich habe immer an mich geglaubt“, sagte der Ulmer. Ihre vagen Hoffnungen auf eine gute Platzierung mussten zwei 8000-Punkte-Zehnkämpfer spätestens am zweiten Tag endgültig begraben. Der frühere Junioren-Weltmeister Dennis Leyckes erlitt wahrscheinlich eine Adduktorenverletzung und trat zum Stabhochsprung nicht mehr an, wo auch Stefan Drews wegen einer Oberschenkelverhärtung passen musste.

Bei Temperaturen an beiden Tagen um 25 Grad steuerte am ersten Tag Youngster Michael Schrader zunächst nicht zuletzt aufgrund der neuen persönlichen Bestleistungen von 10,76 Sekunden über 100 m und 7,74 m im Weitsprung bereits auf eine neue Bestleistung im Bereich von 8250 Punkten zu und führte die Konkurrenz zur „Halbzeit“ vor Suarez, Abele und Niklaus an.  Der frühere Hallen-Weltmeister hatte nach der persönlichen Bestleistung von 2,08 m im Hochsprung in die Spur zurückgefunden, hatte zum Auftakt des zweiten Tages allerdings Pech, als er über 110 m Hürden an der siebten Hürde strauchelte und sich deshalb mit 14,60 Sekunden begnügen musste. Mit einem beherzten 1500-m-Lauf in 4:24,82 griff er dann doch noch zum ersehnten Ticket.   

 

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