Schrader führt – Niklaus in leichter Favoritenstellung
21. Juni 2008
Als einziger der Top Sechs gab der bisherige Saisonspitzenreiter Pascal Behrenbruch exakt zwei Monate vor dem Zehnkampf bei den Olympischen Spielen in Peking wegen einer Fußverletzung auf und musste darauf hoffen, dass seine in Götzis erreichte Punktzahl von 8242 Zählern für einen der drei begehrten Plätze reicht. „Es wird weiter ein Hauen und Stechen geben. Es wird bis zum 1500-m-Lauf noch vieles offen sein. Ich werde mich davor hüten, irgendwelche Vorhersagen zu machen. André ist allerdings in einer guten Ausgangsposition und Michael bewegt sich erneut auf einem guten Niveau“, sagte Claus Marek, Teammanger Zehnkampf im Deutschen Leichtathletik-Verband.
Sämtliche Anwärter auf die Olympia-Fahrkarten waren gut aus den Startblöcken gekommen. Bei idealen Bedingungen sorgte vor allen Dingen zunächst Youngster Michael Schrader mit der Verbesserung seiner persönlichen 100-m-Bestzeit auf 10,76 Sekunden und einem weiteren „Hausrekord“ im Weitsprung mit 7,74 m für Furore. Nach 13,31 m im Kugelstoßen lag Schrader bereits 81 Punkte über dem Durchgangsresultat bei seiner Bestleistung von Bernhausen (8194) und büßte im Hochsprung mit 1,96 nur wenig ein. Schneller als der Sportsoldat war wie erwartet Jacob Minah (10,74), der seinen bekannt ersten starken Tag mit 7,32 und 13,92 fortsetzte. Norman Müller zeigte mit 11,05, 7,44 und 14,47 Konstanz, während Pascal Behrenbruch nach 10,98 vor allen Dingen im Kugelstoßen (16,13) etwas mehr erwartet hatte und nach 1,90 m im Hochsprung aus dem Wettbewerb ausstieg. Vorjahressieger Arthur Abele zeigte nach 10,85 und soliden 7,35 beim Kugelstoßen mit 12,90 m leichte Schwächen, war aber nach 2,02 m wieder auf Kurs 8200 Punkte. Andre Niklaus durfte nach 11,11 und 7,45 zufrieden sein, stieß die Kugel dann auf 13,42 m und ließ im Hochsprung die persönliche Bestleistung von 2,08 m folgen. „Er ist sicher noch nicht durch, aber der gute Hochsprung hat ihm natürlich gut getan“, meinte sein Trainer Rainer Pottel.
„Endlich sind alle einmal gut in den Wettkampf „ gekommen. Es läuft prima, noch keinerlei gravierende Einbrüche“, meinte TEAM-Präsident Paul Meier, der sich nach dem ersten Tag auf keine Prognose festlegen wollte, allerdings meinte: „Wenn Andre sein Ding hier durchzieht, ist er am Ende sicherlich dabei.“














