Müller schlägt den direkten Weg zur WM ein
20. Juni 2009

Bei den U23-Junioren ging Teil eins des Qualifikations-Meetings an Rico Freimuth (3903 Punkte), der sich vor U20-Weltmeister Jan-Felix Knobel (3881) sowie U20-Europameister Matthias Prey (3873) behaupten konnte. In der Jahrgangsklasse U20 glänzte Kai Kazmirek auch dank eines tollen 400-m-Laufes in 47,91 Sekunden als klar Führender mit 4072 Punkten vor Maximilian Gilde (3792). Nach Ratingen wird die Nominierung für die U23-EM in Kaunas/Litauen (16. bis 19.07.) und die U20-EM im serbischen Novi Sad (23. bis 26.07) erfolgen.
In Abwesenheit des Weltranglisten-Ersten Michael Schrader, dem letztjährigen Ratingen-Sieger Arthur Abele sowie dem Olympia-Achten Andre Niklaus aus Berlin mussten sich Deutschlands Top-Mehrkämpfer mit teilweise widrigen Witterungsverhältnissen anfreunden. Beim Weitsprung setzte Regen, beim anschließenden Kugelstoßen war der Ring noch entsprechend feucht, sodass einige Leistungen hinter den Erwartungen zurückblieben. Unbeeindruckt davon zeigte sich Norman Müller. Der amtierende deutsche Meister startete in 10,91 Sekunden über 100 Meter, ließ 7,47 Meter im Weitsprung folgen, stieß die Kugel auf 15,27 Meter, überquerte im Hochsprung 2,02 Meter, schloss den ersten Tag in 48,95 Sekunden über 400 Meter ab und war damit in allen fünf Disziplinen besser als vor drei Wochen in Götzis, wo am Ende 8272 Punkte zu Buche standen.
"Norman hat von Anfang an einen total engagierten Wettkampf abgeliefert, war hoch konzentriert und hat sich auch von den äußeren Umständen kaum beeindrucken lassen", sagte Claus Marek, Teammanager Zehnkampf im Deutschen Leichtathletik-Verband. Das konnte Pascal Behrenbruch nicht von sich behaupten. Nachdem er im Weitsprung nur 6,78 Meter verbucht hatte, flog die Kugel diesmal auf für ihn durchschnittliche 15,53 Meter. Mit Fußproblemen nach dem Weitsprung hatte Jacob Minah, Studentenweltmeister von 2007, zu kämpfen. Entsprechend musste er im Hochsprung mit 1,87 Meter zwangsläufig hinter den Erwartungen zurückbleiben, konnte aber nach 48,94 Sekunden über 400 Meter und Platz fünf (4057) schon wieder ein wenig lächeln. Einen guten ersten Tag legte nach seinem Auftakt in 10,78 Sekunden im 100-m-Sprint und 7,51 Meter im Weitsprung auch der Wattenscheider Nils Büker als Dritter (4135) hin. Lars Albert musste den Wettkampf dagegen nach drei Disziplinen wegen Kreislaufproblemen beenden.
Hallen-Europameister Mikk Pahapill aus Estland (4100) musste vorerst mit Platz vier zufrieden sein. Mit ihm ist aber am zweiten Tag noch zu rechnen. Garcia, erst am Freitag um 22.15 Uhr gelandet, hatte nach dem Hochsprung (2,08 Meter) die Führung übernommen und baute diese nach dem 400-m-Lauf (48,92) noch unwesentlich aus.
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