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Niklaus – gut gekämpft, aber ohne Medaille

08. März 2009

Begann den zweiten Tag mit neuer Bestleistung über die Hürden: André Niklaus (Foto und Copyrigt: IRIS)
Begann den zweiten Tag mit neuer Bestleistung über die Hürden: André Niklaus (Foto und Copyrigt: IRIS)

Auf einer der ersten wichtigen Etappen Richtung WM 2009 in Berlin ist André Niklaus nicht der erhoffte Medaillen-Coup gelungen. Mit für ihn eher enttäuschenden 5.981 Punkten im Siebenkampf musste sich der Olympia-Achte bei der Hallen-EM in Turin am Ende mit Rang fünf begnügen.

"Die Einstellung hat auf jeden Fall gestimmt. Nach dem ersten Tag war trotz des Abstandes zu den Medaillenrängen noch nicht alles verloren. Über die Hürden wirkte André durchaus spritzig, beim Stabhochsprung war wahrscheinlich die Pause zwischen seinem Sprung über 4,80 m und 5,00 m zu lang, obwohl er bei dieser Höhe sehr gut aussah", meinte sein Coach Rainer Pottel.

"Die Kandidaten auf den Medaillenrängen sind keine Überraschung. Trotz dieser Platzierung hat André gesehen, dass keiner seiner Konkurrenten in der Freiluftsaison die Zehnkampf-Welt einreißen wird, auch nicht ein Mann wie Weltrekordler Roman Sebrle, obwohl er hier als Dritter einen guten Wettkampf abgliefert hat. Das Duo Pottel/Niklaus war gut auf den Wettkampf vorbereitet und André hat wirklich gut gefightet. Manchmal fehlt auch hier und da ein Quäntchen Glück", kommentierte Claus Marek, Teammanager Zehnkampf im DLV, das Abschneiden des Hallen-Weltmeisters von 2006. Seine dort erreichten 6192 Punkte hätten diesmal "nur" zu Bronze gereicht. Gold sicherte sich mit der Jahres-Weltbestleistung von 6362 Punkten der Este Mikk Pahapill.

André Niklaus war am ersten Tag mit 7,21 Sekunden über 60 m gestartet, sprang anschließend 7,39 m weit, verbuchte im Kugelstoßen mit 14,95 m eine persönliche Bestleistung. Am frühen Sonntagmorgen begann der deutsche Hallenmeister mit 8,01 Sekunden über die 60 m Hürden, blieb dann mit 4,80 m hinter den Erwartungen zurück und verabschiedete sich mit 2:45,04 Minuten über 1000 m. Am Ende hatte er 21 Punkte mehr gesammelt als bei seinem DM-Titel in Hamburg.

"In der Freiluft-Saison wird es ein ganz heißes Rennen um die WM-Tickets geben. Ob Norman Müller, Arthur Abele, Pascal Behrenbruch,  Jacob Minah, Michael Schrader, der sich von einer Verletzung erholt oder  André – diejenigen, die für Berlin in Frage kommen, werden eine verdammt gute Punktzahl vorlegen müssen. Und wer bei der WM vorne dabei sein will, muss sich sicherlich im Bereich um 8450 Punkte bewegen. Ob das am Ende für eine Medaille reicht, kann man natürlich nicht vorhersehen", so Marek, der mit den deutschen Top-Zehnkämpfern Ende März ins Trainingslager nach Südarfrika reist.