Pottel: "André kann vorne mitmischen!"
05. März 2009
Im estischen Tallinn wollte André Niklaus mit einem guten Ergebnis das Projekt "Mount Everest", eine WM-Medaille in Berlin, auf einen erfolgreichen Weg bringen, brach den Wettkampf nach Problemen im Zeh dann allerdings ab. Bei der Hallen-EM in Turin möchte der Hallen-Weltmeister von 2006 diesen wichtigen Schritt nun möglichst nachholen.
"Wenn alles planmäßig läuft, könnte André vorne mitzumischen. Auch von der Papierform her ist er ein Kandidat auf die vorderen Plätze. Aber was hilft dem Einzelnen das ganze Rechnen und Vergleichen, wenn am Ende nicht das herauskommt, was man sich selbst vorgenommen hat? André wird sich ganz auf sich konzentrieren und von Disziplin zu Disziplin schauen", ist Trainer Rainer Pottel von der Leistungsfähigkeit seines Schützlings überzeugt.
Dabei verlief die Vorbereitung nach dem guten Auftritt bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Hamburg nicht gerade störungsfrei. "In Tallin traten wieder leichte Beschwerden im Zeh auf, sodass die Leistungsausprägung entsprechend beeinträchtigt war. Der Start im Weitsprung bei den deutschen Hallenmeisterschaften zwei Wochen später in Leipzig war zwar vom Ergebnis her sicher nicht das Optimum, auf die Belastbarkeit des Fußes und die Sicherheit beim Absprung bezogen aber dennoch gut und wichtig", so Pottel. Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf Turin konnte anschließend problemlos erfolgen. Pottel: "Es wird viel davon abhängen, wie André sich im Weitsprung präsentiert. Das ist sicherlich eine Schlüsseldisziplin. Ich denke aber, dass er über die notwendige innere Sicherheit verfügt."
Seinem Schützling könnte eventuell zugute kommen, dass Experten nicht unbedingt ein herausragendes Resultat erwarten. "Ich glaube nicht, dass es dort einen Super-Knaller geben wird. Zwar sind einige Athleten wie beispielsweise Aleksej Drozdow bislang unter Wert geblieben, aber dennoch rechne ich nicht mit einer Punktzahl von weit über 6200. Insofern sehe ich für André durchaus die Chance auf eine vordere Platzierung", sagt Claus Marek, Teammanager Zehnkampf im Deutschen Leichtathletik-Verband. 6192 Punkte sammelte André Niklaus vor drei Jahren bei seinem überraschenden WM-Coup in Moskau. "Man sollte André aber nicht unbedingt an diesem Ergebnis messen. Er hat gemeinsam mit seinem Trainer eine Taktik und wird diese hoffentlich erfolgreich umsetzen", so Marek.














