Hardee Weltmeister, Behrenbruch Sechster
20. August 2009

Dank einer starken Vorstellung im Hochsprung mit 2,02 m und einem abschließenden 400-m-Lauf in 48,72 Sekunden konnte Pascal Behrenbruch bereits nach dem ersten Tag durchaus noch von einem Ergebnis über 8400 Zählern träumen. Allerdings blieb er zum Auftakt der "zweiten Halbzeit" über 110 Meter Hürden (14,24 Sekunden) und mit dem Diskus (48,06 Meter) etwas hinter seinen Ergebnissen von Götzis zurück, wo er als Dritter der Konkurrenz seinen "Hausrekord" auf 8374 Punkte geschraubt hatte. "Hier und da hat auch ein wenig das Quäntchen Glück gefehlt, obwohl ich insgesamt nicht unzufrieden sein kann", meinte der EM-Fünfte von 2006, zumal er im Stabhochsprung mit 4,80 Meter eine neue Bestleistung markieren konnte und im Speerwerfen mit 69,72 Meter lediglich knapp einen halben Meter hinter seinem Ergebnis von Götzis zurückblieb. Über 1500 m fehlte ihm am Ende ein wenig die Kraft.
Trotz seiner guten Leistungen in seinen bekannt starken Wurfdisziplinen büßte er am Ende die Punkte ein, die ihn näher an die Top-Leute herangebracht hätten, zumal diese ebenfalls mit einigen Bestleistungen im richtigen Moment auftrumpften. Bereits am ersten Tag hatte der Amerikaner Trey Hardee Goldambitionen angemeldet und untermauerte diese am zweiten Tag unter anderem mit einem Stabhochsprung über 5,20 Meter. Hardee triumphierte am Ende mit 8790 Punkten vor dem Kubaner Leonel Suarez (8640), dem auch 75,19 Meter mit dem Speer nicht halfen, um Hardee noch abfangen zu können. Dritter wurde der Russe Aleksandr Pogorelow (8525). Nach einer zunächst tollen Vorstellung musste Tschechiens Weltrekordler Roman Sebrle frühzeitig die Hoffnungen auf eine Medaille begraben, nachdem er noch 2,09 Meter im Hochsprung gemeistert hatte, 30 Minuten später aber nach 50,42 Sekunden über 400 Meter im wahrsten Sinne des Wortes am Ende war.
Immer wieder enttäuscht schüttelte Norman Müller den Kopf. "Ich habe mir das Ganze etwas anders vorgestellt. Mir fehlte einfach der richtige Ausreißer zum richtigen Zeitpunkt. Ich bin eigentlich angereist, um hier eine Bestleistung zu realisieren", sagte der deutsche Meister, der bereits am ersten Tag in 11,01 Sekunden über 100 Meter und 7,34 Meter im Weitsprung nicht wie erhofft aus den Startblöcken gekommen war. Auch zum Auftakt der zweiten Etappe blieb der Hallenser sowohl im Hürdensprint (14,59 Sekunden) als auch im Diskuswerfen (41,21 Meter) unter seinen Vergleichswerten in Götzis, wo am Ende 8295 Zähler standen. Während im Stabhochsprung solide 4,80 Meter zu Buche standen, fehlten ihm im Speerwerfen (57,40 Meter) doch einige Meter an seiner Bestleistung.
"Unserem jüngsten Zehnkämpfer hat am Ende einfach die Kraft gefehlt. Dennoch hat er sich hier tapfer geschlagen. Man kann ihm keinerlei Vorwurf machen", sagte Marek zum Auftritt seines "Gastarbeiters" Moritz Cleve. Nach verheißungsvollem Start mit Bestleistungen über 100 Meter (11,06 Sekunden) und im Weitsprung (7,31 Meter) fiel der Wattenscheider in ein kleines Loch, blieb zum Beispiel im Hochsprung acht Zentimeter unter seiner Leistung beim Achttausender im texanischen Lubbock (8004) und konnte anschließend nicht mehr zurückschlagen. Dennoch meisterte der in den USA studierende Cleve 4,60 Meter im Stabhochsprung und hielt sich am Ende auf der 1500-m-Strecke ebenfalls achtbar. Die Pause vor dem 1500-m-Lauf war übrigens dank eines Interviews mit TEAM-Präsident Paul Meier zur Freude der wartenden Zuschauer geschickt überbrückt worden.














