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Knobel und Behrenbruch in Top 8 - 
Hardee verteidigt Titel vor Eaton

28. August 2011

Pascal Behrenbruch belegt den siebten Platz bei der WM in Daegu (Foto: Nike).
Pascal Behrenbruch belegt den siebten Platz bei der WM in Daegu (Foto: Nike).

Trey Hardee heißt der alte und neue Weltmeister im Zehnkampf. Mit 8607 Punkten konnte er sich gegen seinen Landsmann Ashton Eaton (8505) und den Kubaner Leonel Suarez (8501) durchsetzen. Auf Platz 7 und 8 landeten die beiden Frankfurter Pascal Behrenbruch und Jan Felix Knobel mit 8211 und 8203 Punkten.
Für Trey Hardee wurde es nach gutem Auftakt in den zweiten Tag, er sprintete 13,97 Sekunden über die Hürden und warf den Diskus auf 49,89 Meter, nach dem Stabhochsprung noch einmal eng. Mit 4,80 Metern blieb er unter seinen Möglichkeiten, sodass ihm der Kubaner Leonel Suarez mit neuer Bestleistung von 5 Metern gefährlich nah kam. Allerdings zeigte der amtierende Weltmeister mit 68,99 Meter direkt im ersten Versuch des Speerwurfs, dass er nicht gewillt ist, seinen Titel von 2009 herzugeben. Nach 4:45,68 Minuten über 1500 Meter hatte er seinen zweiten Titel mit 8607 Punkten sicher. Spannend wurde es im Kampf um die weiteren Medaillen: Hier lagen Leonel Suarez und Ashton Eaton, der den ganzen WM-Zehnkampf hinter den Erwartungen blieb, vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf nur 30 Punkte auseinander. 600 Meter vor dem Ziel zog der Amerikaner dann das Tempo an und lief in 4:18,94 Minuten eine neue Bestzeit, die ihm in der Endabrechnung vier Punkte Vorsprung brachten vor dem Kubaner (8505 zu 8501 Punkten). 


Frankfurter Konkurrenzkampf in Daegu 
Hinter den drei Medaillengewinnern kämpften mindestens zehn Athleten mit ähnlichen Leistungsniveau um die Plätzen in den Top 8. Darunter auch Jan Felix Knobel, der einen exzellenten ersten Tag hatte, und Pascal Behrenbruch, der am zweiten Tag aufdrehte. Während Jan Felix Knobel noch vorsichtig im Hürdenwald agierte (14,92 Sekunden), griff Pascal Behrenbruch an und war nach 14,33 Sekunden über die Hürden, 48,56 Metern mit dem Diskus und 4,90 Metern im Stabhochsprung (neue Bestleistung) nur noch einen Punkt hinter seinem Vereinskameraden aus Frankfurt. Dieser ließ nach neuer Zehnkampf-Bestleistung im Diskuswerfen (47,93 Meter) vor allem im Stabhochsprung mit "nur" 4,70 Metern Punkte liegen. Im Speerwerfen konnten dann beide Deutschen nicht an ihre Leistungen von Götzis oder Ratingen anknüpfen und blieben mit 68,62 Metern (Jan Felix Knobel) und 66,50 Metern (Pascal Behrenbruch) unter 70 Meter. Im abschließenden 1500-Meter-Lauf kämpften beide Athleten im Bereich ihrer Möglichkeiten um jede Sekunde: Die Belohnung waren die Plätze 7 (Pascal Behrenbruch) und 8 (Jan Felix Knobel) mit 8211 und 8203 Punkten. 

Bereits nach dem Weitsprung musste Rico Freimuth seinen WM-Zehnkampf beenden. Die im 100-Meter-Sprint erzielten 10,83 Sekunden waren zwar nur vier Hundertstelsekunden langsamer als beim Mehrkampfmeeting in Götzis, zeigten aber nicht sein wahres Leistungspotential. Im Weitsprung nahm er diese vermeintliche Enttäuschung mit, überzog im Anlauf und übertrat dreimal das Absprungbrett. Im dritten Versuch verletzte er sich zudem bei der Landung am Knie und musste anschließend aufgeben.